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Häufige Fragen von Dividenden-Anfänger

Inhaltsverzeichnis:

  1. Was ist eine Dividende?
  2. Wer beschliesst die Dividende?
  3. Wird die Dividende automatische ausbezahlt?
  4. Warum zahlt ein Unternehmen Dividenden?
  5. Was versteht man unter Dividendenrendite?
  6. Was ist ein Dividendentermin?
  7. Wie lange muss man Aktien besitzen, um die Dividenden zu bekommen?
  8. Wie bekommt man die Dividende ausgezahlt?
  9. Wie oft wird eine Dividende ausgezahlt?
  10. Was bedeutet Dividendenpolitik?
  11. Muss ich Dividenden versteuern?
  12. Wie erkenne ich gute Dividendenaktien?
  13. Wie kann man in Dividendenaktien investieren?

Was ist eine Dividende?

Der Begriff stammt aus dem Lateinischen und bedeutet „das zu Verteilende“. Hier bezieht es sich auf den zu verteilenden Unternehmensgewinn.  Daher wird die Dividende häufig auch als Gewinnbeteiligung bezeichnet.

Erwirtschaftet eine Firma einen Gewinn, kann sie ihn im Unternehmen behalten und auf die neue Rechnung vortragen. Oder aber sie kann einen Teil davon als Dividende an die Aktionäre auszahlen.

Meistens wird sie in Form von Bargeld ausbezahlt. Eine weitere Variante ist die Auszahlung von Aktien, diese werden als „Stockdividende“ bezeichnet.

Bei einigen Unternehmen können die Aktionäre ihre Dividenden wahlweise entweder in Form von Bargeld oder in Form von Aktien beziehen.

In solchen Fällen erhalten die Aktionäre automatisch ein Formular ihrer Depotbank in dem sie die entsprechenden Instruktionen abgeben können.

Wer beschliesst die Dividende?

In Europa schlägt die Unternehmensführung der Hauptversammlung (in der Schweiz: Generalversammlung) die Höhe der Dividendenausschüttung vor.

Die Höhe wird auf Basis des aktuellen Gewinnes sowie der erwarteten zukünftigen Erträge festgelegt.

Angegeben wird jeweils die Dividende pro Aktie. Die wird berechnet, indem man die gesamte auszuschüttende Dividendensumme durch die Anzahl umlaufender Aktien teilt.

So kann jeder Aktionär leicht ausrechnen wie hoch die individuelle Dividendenausschüttung konkret ausfallen wird.

Die Hauptversammlung muss dann die Dividendenausschüttung formal in einer Abstimmung beschliessen.

Dieser Beschluss ist in den allermeisten Fällen eine reine Formsache. Vereinzelt ist es allerdings schon vorgekommen, dass der Dividendenantrag abgelehnt wurde.

Ebenfalls möglich ist, dass die bereits angekündigte Dividende noch vor der Hauptversammlung geändert wird. Gründe dafür sind meistens ausserordentliche Ereignisse, die einen wesentlichen Einfluss auf die Erträge des laufenden Geschäftsjahres haben.

Ist die Dividende beschlossen, kann sie nachträglich nicht mehr geändert werden und muss zwingend innerhalb der vorgegebenen Frist an die Aktionäre ausbezahlt werden.

Wird die Dividende automatisch ausgezahlt?

Ja, Aktionäre müssen nicht aktiv werden, um die Dividenden zu erhalten.

Nach einem Aktienkauf meldet die Depotbank dem Unternehmen die Angaben des Käufers.  Diese werden ins Aktienbuch (bzw. in ein elektronisches Register) eingetragen.

Ist eine Dividendenzahlung fällig wird überprüft, wer am Stichtag eingetragen war und so die Auszahlung automatisch ausgelöst.

Warum zahlt ein Unternehmen Dividende?

Wenn ein ertragsstarkes Unternehmen die erwirtschafteten Mittel nicht, oder nur teilweise benötigt, erwarten die Geldgeber (die Aktionäre), dass ein Teil davon an sie zurückgeführt wird. Schliesslich will man eine möglichst hohe Rendite erzielen und je höher die Dividendenzahlung ausfällt, desto höher wird sie. Nicht benötigtes Kapital gehört letztlich den Eigentümern, also den Aktionären.

Aber auch aus Unternehmenssicht ist eine regelmässige Dividendenausschüttung wichtig. Es ist eindeutig ein Qualitätsmerkmal. Man zeigt so Zuversicht und Stärke, was nicht zuletzt zu steigenden Aktienkursen führt.

Dies fördert die positive Wahrnehmung in der Öffentlichkeit, was diverse Vorteile hat. Etwa bei der Rekrutierung von Fachkräften oder auch bei Firmenübernahmen. Hohe Aktienkurse sind aber auch ein nicht zu unterschätzender Schutz gegen feindliche Übernahmen.

Was versteht man unter Dividendenrendite?

Unternehmen geben ihre Gewinnbeteiligung jeweils als Dividende pro Aktie an. Doch mit dieser Information alleine lässt sich nicht erkennen, wie attraktiv sie im Verhältnis zu anderen Einkommensformen wie Zinsen, Mieterträgen usw. ist.

Daher setzt man sie ins Verhältnis zum Aktienkurs und drückt das Resultat in Prozenten aus. Erst dann erkennen Anleger, ob sich ein Aktienkauf aus Dividendensicht lohnt.

Beispiel:

Aktienkurs: 200
Dividende pro Aktie: 6

Formel:
Dividenden pro Aktie / Aktienkurs * 100


Berechnung:
6 / 200 * 100

Resultat:
3%

»Unter diesem Link finden Sie vertiefte Informationen zum Thema Dividendenrendite

Was ist ein Dividendentermin?

Darunter versteht man alle Daten, die die Auszahlung von Dividenden regeln: Wann muss man eine Aktie besitzen, um dividendenberechtigt zu sein, wann muss man sie spätestens kaufen, wann wird sie ausbezahlt?

Um die Dividenden zu erhalten, müssen Anleger an einem bestimmten Stichtag im Aktienregister eingetragen sein. Dieser Termin wird in der Finanzwelt als record date oder auch date of record bezeichnet.

Weil es einige Tage dauert, bis Aktien nach einem Kauf abgewickelt und eingetragen sind, legen die Börsenbetreiber einen Termin fest, der den Eintrag garantiert. Dieser liegt in der Regel 2–4 Arbeitstage vor dem record date und wird als ex-datum bezeichnet. Die Aktien werden ab diesem Tag ohne das Anrecht auf die Dividende gehandelt. Um die Dividende zu erhalten, müssen Anleger die Aktien somit vor dem Ex-Datum kaufen.

In Deutschland ist das ex-Datum jeweils der erste Börsentag nach der Hauptversammlung. Der Stichtag ist somit identisch mit dem Datum der Hauptversammlung. Das heisst, um dividendenberechtigt zu sein, müssen an diesem Tag die Aktien im Depot liegen.

Das sogenannte Zahlungsdatum ist das Datum, an dem die Dividende ausbezahlt wird.

Wie lange muss man Aktien besitzen um die Dividende zu bekommen?

Aktionäre müssen die Aktien vor dem ex-Datum kaufen. An diesem Datum handeln die Aktien ohne das Recht auf Dividende. Die Eigentümerdaten werden ins jeweilige Aktienregister übertragen.

Dh. Anleger können ihre Aktien im Extremfall einen Werktag vor dem ex-Datum kaufen und am nächsten Tag (ex-Tag) schon wieder verkaufen. Das sollte ausreichen, um die Dividenden zu erhalten.

In der Praxis funktioniert das nicht immer, vor allem bei Aktien aus eher exotischen Ländern. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bei seinem Broker nachfragen oder die Aktien einen Tag früher kaufen und erst einen Tag nach dem ex-Datum abstossen. So klappt es auf jeden Fall.

Wie bekommt man die Dividende ausgezahlt?

Wird die Dividende in bar ausbezahlt, wird sie normalerweise auf das entsprechende Konto beim Broker oder der Depotbank automatisch gutgeschrieben.

Wenn die Dividende hingegen in Form von Aktien bezogen wird, bucht der Broker oder die Depotbank die Titel automatisch in das entsprechende Aktiendepot.

Wie oft wird eine Dividende ausgezahlt?

Es gibt vier verschiedene Auszahlungsrhythmen. Jährlich, halbjährlich, vierteljährlich oder monatlich.

In Europa wird die Dividende hauptsächlich jährlich oder halbjährlich ausbezahlt. Länder wie Deutschland, die Schweiz und Oesterreich schütten meistens einmal pro Jahr aus.

Im übrigen Europa wird in der Regel zweimal pro Jahr bezahlt.

In den skandinavischen Ländern wurde bis vor kurzem jährlich ausgeschüttet, nun wechseln aber immer mehr Unternehmen zur halbjährlichen Auszahlung.

In Asien und Australien wird üblicherweise halbjährlich bezahlt.

In Nordamerika bezahlen die allermeisten Unternehmen ihre Aktionäre vierteljährlich.
Einige Unternehmen schütten jeden Monat aus. Diesen Rhythmus kennt man jedoch nur in Nordamerika.

»Unter diesem Link finden Sie für alle 830 Dividendenaktien aus der topdiv-Datenbank den entsprechenden Auszahlungsrhythmus.

Was bedeutet Dividendenpolitik?

Die Unternehmensführung, in der Regel der Aufsichtsrat (Schweiz: Verwaltungsrat), legt fest, wie viel des Gewinns jeweils als Dividende ausgeschüttet wird.  Dies wird als Dividendenpolitik bezeichnet und kann bei den meisten Firmen auf der jeweiligen Webseite unter „investor relations“ nachgelesen werden.

Rechtlich verbindlich ist das allerdings nicht, es ist vielmehr als Orientierungshilfe für Analysten und Aktionäre zu verstehen. Zudem kann die Dividendenpolitik jederzeit angepasst werden.

Die Formulierungen gehen weit auseinander. Während sich einige Unternehmen sehr vage ausdrücken, wie: „Wir möchten unsere Aktionäre angemessen am Erfolg beteiligen“, machen andere klare Ansagen: „Unser Ziel besteht darin, die Dividende jedes Jahr zu erhöhen“.

Dies hängt natürlich auch von der Industrie ab. Unternehmen die in zyklischen Branchen tätig sind, können ihre Dividenden nicht regelmässig erhöhen. Sie durchlaufen immer wieder Phasen mit tiefen Gewinnen oder gar Verlusten wo es betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll wäre,  hohe Dividenden auszuschütten.

Firmen hingegen, die in stabilen Branchen, wie z. B. der Lebensmittelindustrie, tätig sind, können regelmässig stabile Erträge erwirtschaften und so auch stabile Dividenden auszahlen.

Beispiel Dividendenpolitik Allianz SE:

“Wir wollen unseren Aktionären eine attraktive Dividende bieten. Die Ergebnissituation sowie die Sicherstellung einer angemessenen Kapitalausstattung der Allianz Gruppe geben dabei den Rahmen vor.
Die regelmäßige Ausschüttung beträgt 50% des (auf Anteilseigner entfallenden) Jahresüberschusses des Allianz Konzerns.
Im Interesse der Dividendenkontinuität streben wir eine Dividende je Aktie an, deren Höhe zumindest der des Vorjahres entspricht.”

Muss ich Dividenden versteuern?

Ja, Dividenden müssen in den meisten Ländern versteuert werden. Dazu wird auf der Bruttodividende eine bestimmte Steuer erhoben. In Deutschland ist das die Abgeltungssteuer, in Oesterreich die Kapitalertragssteuer und in der Schweiz unterliegen  Dividendenerträge der Einkommenssteuer.

Der Aktienhandel ist ein internationales Geschäft, Anleger kaufen Beteiligungspapiere aus der ganzen Welt, ohne in den entsprechenden Ländern zu leben. Damit die jeweiligen Staaten die zu entrichtende Steuer auch tatsächlich erhalten und nicht mit viel Aufwand eintreiben müssen, wird sie direkt an der Bruttodividende abgezogen.

Dieser Steuerabzug wird als Quellensteuer bezeichnet. Dabei wird keinen Unterschied gemacht, ob die Dividenden an einen Inländer oder Ausländer gezahlt werden, sie wird grundsätzlich immer abgezogen.

Die Höhe hängt vom jeweiligen Herkunftsland ab und  liegt in der Regel zwischen 10 und 35%.

»Unter diesem Link wird das Thema „Dividenden und Steuern“ ausführlich behandelt.

Wie erkenne ich eine gute Dividendenaktie?

Die meisten Dividendenanleger suchen ein möglichst sicheres und hohes Zusatzeinkommen. Und genau das ist die Definition einer guten Dividendenaktie.

Es gibt an den Börsen weltweit tausende Dividendenaktien. Nicht wenige weisen sehr hohe Dividendenrenditen auf und sehen so auf den ersten Blick attraktiv aus.

Aber ein Depot zusammenzustellen das einfach aus den höchsten Dividendenrenditen besteht, ist ein Fehler, den viele Anfänger machen. 

Je höher die Dividendenrendite, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie gekürzt wird.  Sie werden praktisch nie Topqualität mit aussergewöhnlich hohen Dividendenrenditen kaufen können.

Fast immer deuten unüblich hohe Dividendenrenditen auf ein Problem hin. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie gekürzt werden, ist sehr gross. Meistens ist das auch mit erheblichen Kursverlusten verbunden.

Also genau das, was Dividendenanleger nicht suchen.

Ihre Aufgabe besteht darin, solche Dividendenfallen auszusortieren. Die gute Nachricht: Das ist nicht sehr schwierig und auch nicht besonders aufwendig.

Wie kann man in Dividendenaktien investieren?

Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen einem selbst zusammengestellten und verwalteten Aktiendepot oder einer passiven Anlage wie einem ETF, Fonds oder auch Zertifikat.

Beide Varianten haben Ihre Vor- und Nachteile.

Letztlich hängt diese Entscheidung von Ihren persönlichen Anlagezielen, Ihrem Anlage-Know How und der Höhe Ihres Kapitals ab.